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Gesundheitspolitik Anno 1970

Der Patient ist krank. Er braucht ein Medikament. Der Arzt verschreibt es. Die Krankenkasse bezahlt es.

So einfach war es damals.

 

USA: Verbot genetischer Diskriminierung

In den USA ist es künftig Arbeitgebern und Versicherungen verboten, DNA-Tests gegen den Willen der Opfer vornehmen zu lassen oder die Herausgabe solcher Daten zu verlangen.  Diese Regelung ist insofern erstaunlich, weil sie im Widerspruch zu den wirtschaftlichen Interessen der Unternehmen steht.

2005 im Oktober - Ärzte Landverschickung

Die Ärzte wollen nicht mehr auf Land (wahrscheinlich wegen der zu hohen Arbeitsbelastung und der schlechten Bezahlung). Die AOK hat nun den Lösungsvorschlag. Alle Jungärzte sollen zunächst ein Pflichtjahr auf dem Lande machen. Die AOK hält es für keine gute Idee, die Arbeitsbelastung zu reduzieren und die Honorare zu erhöhen. Ja, die Landverschickung scheint ja eine historisch bewährte Methode zu sein, wenn die AOK so etwas reaktiviern will.

 

 

Hausärzte müssen Patienten Therapietreue bestätigen - 2007 12

Ab 1.1.08 gilt für Kassenversicherte: Wenn Chronisch Kranke von Zuzahlungen befreit werden wollen, muss der Hausarzt schriftlich die Therapietreue bestätigen.  Damit haben wir ein neues Wort ("Therapietreue" - vielleicht sollte man Kassenpatienten gleich vereidigen.) und eine neue Kontrolle zur Disziplinierung weiter Bevökerungskreise.

 

 

Arztberuf - Perspektiven - 2007 11 18

"Der ärztliche Arbeitsmarkt ist günstiger denn je."

Deutsches Ärzteblatt 2007, Heft 46, S. 3144

Das heißt wohl, dass viele freie Stellen sind. Kein Wunder, denn die Bezahlung ist schlecht und die Belastung im Verhältnis zur Bezahlung zu groß. So entscheiden sich die Studienanfänger eher für Jura oder BWL. Diese Fächer genießen in der Politik im Übrigen ein hohes Ansehen.

 

Kommentar zur Gesudheitspolitik - 2007 03

"Die besten Reformer sie die, welche bei sich selbst beginnen."

Bernhard Shaw (amerikanischer Satiriker)

 

2007 02 - Verrücktheiten in der Gesetzlichen Versicherung -

Viele Leistungen der Psychoanalytiker werden zum Teil von den Krankenkassen zwar formal übernommen, praktisch gar nicht mehr nenneswert honoriert. Im Gegenzug erhalten Versicherte von den Krankenkassen bis zu 300 Euro im Jahr für Urlaube, bei denen sie an "Präventionsmaßnahmen" teilnehmen (z.B. Gymnastik, Jogging, Auqua-Fitness und Vorträge). Den jammerndenAnalytikern kann man nur raten: Anheuern auf einem Komfort-Reiseschiff  oder den Sommer auf Grand Canaria zubringen und Gesundheitsprogramm anbieten.

2006 12 - Privatversicherungen

Nachdem die Versicherungen jahrzehntelang mit Exklusiverversorgung geworben haben, wird nun die "Kostendämpfung" praktiziert. Das heißt allerdings nicht bei den Vorstandsgehältern und den Verwaltungskosten,   sondern bei den Leistungserstattungen.

So gibt es u. a. nun "Krankentagegeld-Beauftragte". Da bleibt zunächst unklar, wie man mit denen Geld sparen kann.  Wenn man allerdings das Wort "Beauftragter" durch "Kontrolleur" ersetzt, ist alles klar.  Die werden zu den Versicherten geschickt - wie früher von den Krankenkassen.

2006 07 - Krankenkassenchefs müssen Gehälter offenlegen

Wenigstens ein gutes haben diese sog. "Reformen", denn viele verdienen mit der simplen Verwaltung der Krankheit mehr als so mancher Chefarzt mit einer 100-Stunden-Woche in drei Jahren.

Selbst die Vorstände mancher früherer Arbeiterkrankenkassen verdienen über 200.000,00 Euro - dafür braucht der Arbeiter 7 - 10 Jahre.

2006 06 - Gesundheitssystem gesund

Endlich ist das Gesundheitssystem wieder gesund. Dem Meldungen der Medien zufolge werden viele Krankenkassenchefs  Bonuszahlugen (!!) in Höhe bis zu 105.000 Euro erhalten - zusätzlich zum Gehalt zwischen 100 - 250.000 Euro.   Die Spitzenverdiener bei den Krankenkassen bekommen also so um die 355.000 Euro.

Damit ist klar: Die Krankenkassen sind gesund. Da das Geld der Versicherten wird auch gut verwaltet: Schließlich haben die Krankenkassenchefs die Veranwortung für viele Versicherte im Quartal, die alle gut verwaltet werden wollen und dadurch gesund werden.

Da macht es gar nichts, wenn Psychoanalytiker von manchen Kassen nur 3 Euro die Stunde bekommen.

2006 04 - Seit Wochen heftige Ärzteproteste  -

Die anhaltend schlechte Bezahlung von Ärzten und damit auch von psychoanalytisch tätigen Ärzten bewirkt anhaltende Proteste.  Die ersten Demonstrationen fanden in Köln statt - jetzt eine Großdemonstration des Marburger Bundes (angestellte Ärzte). Hier ein Bild der Demonstration vom 11.4.06 auf der Kölner Domplatte  von über 6000 Uniklinikärzten von Freiburg bis Münster.

 

 

2011 12 - Bundestag beschließt Ärzte-Motivation

Eine medizinische Gazette meldet, dass der Bundestag die Ärztemotivation (gegen die Stimmen von rot und Grün) beschlossen habe. Das ist sehr erfreulich, denn es gibt immer mehr demotivierte Ärzte. Dem hat der Gesetzgeber nun einen Riegel vorgeschoben. Per Gesetz haben also die Ärzte ab 1.1.12 motiviert zu sein.

2015 10 - Geld und Medizin

"Es gibt viele Ärzte, die dem System zum Trotz jeden Tag Zwischenmenschlichkeit realisieren wollen. Sie geraten aber immer mehr in die Defensive."

Giovanni Maio
Professor für Ethik und Geschichte der Medizin an der Uni Freiburg

Das ist noch sehr vorsichtig ausgedrückt.
Jeder Psychoanalytiker kennt den Kampf, für den Patienten eine Kostenübernahme für die Therapie zu erlangen. Das gesundheitsökonomische Behandlungsziel ist in der Kassenpsychotherapie nicht verbunden mit der Gesundheitsdefinition der WHO, sondern mit Symptomfreiheit zur Erhaltung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit.